FACING THE WIND

„Facing the Wind“ (sich dem Wind stellen) erzählt von Menschen 1), deren Leben eine unvorhergesehene Wendung nimmt. So unterschiedlich die Auslöser sein mögen, die Protagonisten dieser Serie begreifen sie als Chance, Altes zu transformieren und sich dem Neuen, noch Unbekannten zu öffnen. Keiner weiß, wohin die Reise führt.

Jedes Portrait zeigt den kurzen Moment des Zweifels, der sich nach der Entscheidung für das Ungewisse einstellt. Es ist das letzte Aufflackern des Bedürfnisses, Schutz hinter dem Gewohnten zu suchen. Was die Protagonisten erlebt haben und welcher Situation sie sich stellen, ist nicht definiert; das Zusammenspiel aus Farben, Formen und Raum gibt eine Ahnung davon.
Die Portraits sind ausschließlich mit den Grundfarben Magenta, Gelb und Blau sowie Weiß und Schwarz gemalt. In mehreren Schichten übereinander gesetzt ergibt sich ein breites Farbspektrum. Portrait und Hintergrund sind ineinander verwoben, die Person wird eins mit dem Augenblick.

„Facing the Wind“ macht Mut, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen – oder, wie Nietzsche sagt: „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.“ 2)

Die Serie „Facing the Wind“ ist mein bisher persönlichstes Projekt. Die Idee dafür entstand in einer Lebensphase, in der plötzlich alles auf dem Kopf stand. Ich habe mich dieser Situation gestellt… Das schlägt sich auch in meiner Bildersprache nieder, die sich vom Abstrakten zum mehr Figurativen wendet.

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1) Die Protagonisten und deren Portraits sind rein fiktiv. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind zufällig und nicht beabsichtigt.

2) Quelle: Friedrich Wilhelm Nietzsche, Götzen-Dämmerung oder Wie man mit dem Hammer philosophiert, 1889. Sprüche und Pfeile